„Verpassen Sie nicht die Prophylaxe.“

- Manuela Weishaupt -

Nächster Halt: Zahnerhalt

Besser als jeder Zahnersatz sind die natürlichen Zähne. Daher lohnt es sich, ein Augenmerk auf die Prophylaxe zu haben. Wir unterscheiden zwischen der medizinischen Zahnreinigung – idealerweise in Verbindung mit der jährlichen Kontrolluntersuchung – und der Parodontaltherapie, die die sogenannte Parodontitis stoppen soll.

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Professionelle Zahnreinigung

Der tägliche Einsatz unserer Zähne und unseres Kauorgans bedarf ab und zu einer Intensivreinigung. Während die häuslichen Mundhygiene die Basis für eine langfristige Mundgesundheit darstellt, können schlecht zu putzende Stellen und hartnäckige Beläge nur in einer Zahnarztpraxis mit speziellem Equipement und Erfahrung gereinigt bzw. beseitig werden. Diese professionelle oder eigentlich besser medizinische Zahnreinigung sorgt dafür, dass sich kein aggressiver Biofilm an den Zähnen anheftet. Bei der medizinischen Reinigung verwenden wir in der Praxis am Albtalbahnhof ein Pulver-Wasser Reinigungsgerät und manuelle Instrumente, um die hartnäckigen Beläge auch in schwer zugänglichen Zahnzwischenräumen und am Zahnfleischsaum zu entfernen. Anschließend erhalten die Zähne eine Politur, die die Bildung neuer Beläge erschwert. Der im Anschluss aufgetragene Schutzlack trägt zusätzlich dazu bei, der Entwicklung von Zahnbelägen, Zahnfleischentzündungen sowie Karies vorzubeugen. Je nach Veranlagung und Mundgesundheit empfiehlt es sich mindestens einmal eventuell auch bis zu viermal eine Professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen. Unsere Prophylaxe-Assistentinnen geben Ihnen bei der Behandlung individuelle Tipps für Ihre Zahnpflege zuhause und beantworten Ihnen gern Ihre Fragen.

Parodontologie

Gerade im Erwachsenenalter steigt die Gefahr einer chronischen Zahnfleischentzündung, der sogenannten Parodontitis. Rechtzeitig erkannt, kann ein Vordringen bis zum Kieferknochen, und damit die Gefahr des Zahnverlusts, verhindert werden. Auch Erkrankungen wie Herzinfarkt, das Schlaganfallrisiko und Diabetes können im Zusammenhang mit einer Parodontitis stehen.

Tatsache ist, dass im Erwachsenenalter mehr Zähne durch Parodontitis verloren gehen als durch Karies. Da es sich um ein schleichendes Krankheitsbild handelt, wird die Erkrankung oft zu spät wahrgenommen. Daher ist es wichtig, dass die Zahnfleischsäume gut auf eventuelle bakterielle Zahnbeläge kontrolliert werden. Denn diese sind in den meisten Fällen die Verursacher der Krankheit.

Folgende Anzeichen können auf eine angehende Parodontitis hinweisen:

  • häufiges Zahnfleischbluten
  • ein gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch
  • ein Rückgang des Zahnfleisches bzw. die sukzessive Freilegung der Zahnhälse
  • Mundgeruch
  • ein schlechter Geschmack im Mund
  • Geruchs- und Geschmacksbeeinträchtigungen

Bei einem schon fortgeschritten Krankheitsbild ist eine komplexere Behandlung mit einer detaillierten Therapieplanung notwendig. Dazu gehört ein Keimtest, um die gefährlichen Bakterien zu identifizieren und eventuell auch die therapiebegleitende Einnahme von Antibiotika. Nach der Parodontitistherapie ist eine regelmäßige Nachsorge – ähnlich der Professionellen Zahnreinigung – notwendig.